Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bußgeldkatalog in Deutschland im Überblick
#1
Bußgeldkatalog in Deutschland im Überblick

[Bild: regie.gif] Alle Angaben natürlich ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit! [Bild: vertrag.gif]

Geschwindichkeitsüberschreitung innerhalb geschlossener Ortschaften (gilt auch für 30 km-Zone !)
bis 10 km/h 15,- EUR
11-15 km/h 25,- EUR
16-20 km/h 35,- EUR
21-25 km/h 80,- EUR, 1 Punkt
26-30 km/h 100,- EUR, 3 Punkte
31-40 km/h 160,- EUR, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
41-50 km/h 200,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
51-60 km/h 280,- EUR, 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
61-70 km/h 480,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
über 70 km/h 680,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

Geschwindichkeitsüberschreitung außerhalb geschlossener Ortschaften (z.B. Landstraße, Autobahn, auch in Baustellen)
bis 10 km/h 10,- EUR
11-15 km/h 20,- EUR
16-20 km/h 30,- EUR
21-25 km/h 70,- EUR, 1 Punkt
26-30 km/h 80,- EUR, 3 Punkte
31-40 km/h 120,- EUR, 3 Punkte
41-50 km/h 160,- EUR, 3 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
51-60 km/h 240,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
61-70 km/h 440,- EUR, 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
über 70 km/h 600,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

Nichteinhalten des Abstandes zu einem vorausfahrenden Fahrzeug
bei einer Geschwindigkeit bis 80 km/h 25,- EUR,
bei Gefährdung 30,- EUR, bei Sachbeschädigung 35,- EUR
bei über 80 km/h, wenn nicht in Metern weniger als ein Viertel des Tachowertes 35,- EUR

bei einer Geschwindigkeit von mehr als 80 km/h
weniger als 5/10 des halben Tachowertes 75,- EUR, 1 Punkt
weniger als 4/10 des halben Tachowertes 100,- EUR, 2 Punkte
weniger als 3/10 des halben Tachowertes 160,- EUR, 3 Punkte (bei mehr als 100 km/h + 1 Monat Fahrverbot)
weniger als 2/10 des halben Tachowertes 240,- EUR, 4 Punkte (bei mehr als 100 km/h + 2 Monate Fahrverbot)
weniger als 1/10 des halben Tachowertes 320,- EUR, 4 Punkte (bei mehr als 100 km/h + 3 Monate Fahrverbot)

bei einer Geschwindigkeit von mehr als 130 km/h
weniger als 5/10 des halben Tachowertes 100,- EUR, 2 Punkte
weniger als 4/10 des halben Tachowertes 180,- EUR, 3 Punkte
weniger als 3/10 des halben Tachowertes 240,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
weniger als 2/10 des halben Tachowertes 320,- EUR, 4 Punkte, 2 Monate Fahrverbot
weniger als 1/10 des halben Tachowertes 400,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot


Überholen
Überholt unter Nichtbeachten des Verkehrszeichens "Überholverbot" 70,- EUR, 1 Punkt
Mit nicht wesentlich höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende überholt 80,- EUR, 1 Punkt
Beim Überholen ausreichenden Seitenabstand zu einem anderen Verkehrsteilnehmer nicht eingehalten 30,- EUR, bei Sachbeschädigung 35,- EUR
Nach dem Überholen nicht sobald wie möglich wieder nach rechts eingeordnet 10,- EUR
Nach dem Überholen beim Einordnen einen Überholten behindert 20,- EUR
Vorschriftswidrig links überholt, obwohl der Fahrer des vorausfahrenden Fahrzeugs die Absicht, nach links abzubiegen, angekündigt und sich eingeordnet hatte 25,- EUR, bei Sachbeschädigung 30,- EUR
Fahrtrichtungsanzeiger nicht wie vorgeschrieben benutzt 10,- EUR
Außerhalb geschlossener Ortschaften rechts überholt 100,- EUR, 3 Punkte
Überholt, obwohl nicht übersehen werden konnte, daß während des ganzen Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen war, oder bei unklarer Verkehrslage 100,- EUR, 3 Punkte
und dabei "Überholverbot"-Verkehrszeichen nicht beachtet oder Fahrstreifenbegrenzung überquert oder überfahren oder der durch Pfeile vorgeschriebenen Fahrtrichtung nicht gefolgt 150,- EUR, 4 Punkte
mit Gefährdung 200,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
mit Sachbeschädigung 240,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot


Parken
Parken: Verlassen des Fahrzeugs oder Halten für mehr als 3 Minuten
Unzulässig gehalten z.B. auf Fußgängerüberwegen, bis zu 5 m davor, auf Bahnübergängen, an Taxiständen, bis zu 10 m vor Lichtzeichen, im Halteverbot, im eingeschränkten Halteverbot... 10,- EUR, bei Behinderung 15,- EUR
Halten in "zweiter Reihe" 15,- EUR, bei Behinderung 20,- EUR
Parken z.B. auf Geh- und Radwegen, an engen und unübersichtlichen Straßenstellen, im Bereich von scharfen Kurven, auf Fußgängerüberwegen sowie bis zu 5 m davor, auf Bahnübergängen, bis zu 10 m vor Lichtzeichen, im Halteverbot, im eingeschränkten Halteverbot... 15,- EUR, bei Behinderung 25,- EUR
... länger als eine Stunde 25,- EUR, bei Behinderung 35,- EUR
Behinderung von Rettungsfahrzeugen durch Parken 40,- EUR, 1 Punkt
Unberechtigt auf Schwerbehinderten-Parkplatz geparkt 35,- EUR
Mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug länger als zwei Wochen geparkt 20,- EUR
Parken in "zweiter Reihe" 20,- EUR, bei Behinderung 25,- EUR
... länger als 15 Minuten 30,- EUR, bei Behinderung 35,- EUR
Vorrang des Berechtigten beim Einparken in eine Parklücke nicht beachtet 10,- EUR
Nicht platzsparend gehalten oder geparkt 10,- EUR

Einrichtungen zur Überwachung der Parkzeit:
An einer abgelaufenen Parkuhr, ohne vorgeschriebene Parkscheibe, ohne Parkschein oder unter Überschreitung der Höchstparkdauer geparkt 5,- EUR
bis 30 Minuten 5,- EUR
bis zu einer Stunde 10,- EUR
bis zu zwei Stunden 15,- EUR
bis zu drei Stunden 20,- EUR
länger als drei Stunden 25,- EUR


- Fortsetzung Bußgeldkatalog in Deutschland im Überblick -

Ampeln
Als Fahrzeugführer in anderen als den Fällen des Rechtsabbiegens mit Grünpfeil, rotes Wechsellichtzeichen oder rotes Dauerlichtzeichen nicht befolgt
(auf deutsch: innerhalb 1 Sekunde nach dem Umspringen über rote Ampel gefahren, kein grüner Pfeil) 90,- EUR; 3 Punkte
mit Gefährdung 200,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot
mit Sachbeschädigung 240,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot
bei schon länger als eine Sekunde andauernder Rotphase eines Wechsellichtzeichens 200,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot
mit Gefährdung 320,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot
mit Sachbeschädigung 360,- EUR; 4 Punkte; 1 Monat Fahrverbot

Beim Rechtsabbiegen mit Grünpfeil
vor dem Rechtsabbiegen mit Grünpfeil nicht angehalten 70,- EUR; 3 Punkte
den Fahrzeugverkehr der freigegebenen Verkehrsrichtungen, ausgenommen den Fahrradverkehr auf Radwegfurten, gefährdet 60,- EUR; 3 Punkte
den Fußgängerverkehr oder den Fahrradverkehr auf Radwegfurten der freigegebenen Verkehrsrichtungen
behindert 60,- EUR; 3 Punkte
gefährdet 75,- EUR; 3 Punkte


Fahren mit abgelaufenem TÜV
Als Halter Fahrzeug zur Haupt- oder Zwischenuntersuchung nicht angemeldet oder vorgeführt; bei einer Überschreitung des Anmelde- oder Vorführtermins von
mehr als zwei bis zu vier Monaten 15,- EUR
vier bis acht Monaten 25,- EUR
mehr als acht Monaten 40,- EUR, 2 Punkte

Abgasuntersuchung:
Als Halter die Frist für die Abgasuntersuchung überschritten um
mehr als zwei bis zu acht Monate 15,- EUR
mehr als acht Monate 40,- EUR, 1 Punkt

Fahrzeug zur Nachprüfung der Mängelbeseitigung nicht rechtzeitig vorgeführt 15,- EUR


Alkohol und Drogen

Alkoholgehalt im Blut (Mindeststrafen)
ab 0,3 bis unter 0,5 Promille: nicht strafbar, wenn keine Anzeichen für Fahrunsicherheit vorliegen und es nicht zu einem Unfall kommt; strafbar bei Anzeichen von Fahrunsicherheit oder bei Beteiligung an einem Unfall mit 7 Punkten und Geld- oder Freiheitsstrafe und Führerscheinentzug
ab 0,5 Promille: 500,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
bei Eintragung von bereits einer Entscheidung 1.000,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
bei Eintragung von bereits mehreren Entscheidungen 1.500,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
ab 1,1 Promille: Geldstrafe oder Freiheitsentzug, 7 Punkte, 6 Monate bis 5 Jahre Entzug der Fahrerlaubnis
Bei Ersttätern sind bei einem Entzug der Fahrerlaubnis ein bis zwei Netto-Monatslöhne und eine Sperrfrist von 6 bis 12 Monaten üblich.

Für Fahrer, die jünger als 21 Jahre und/oder noch in der Probezeit sind, gilt jetzt die Null-Promille-Grenze. Verstöße dagegen werden mit 250 Euro, 2 Punkten und während der Probezeit mit Aufbauseminar und Probezeitverlängerung bestraft.

Auf dem Fahrrad wird ab 1,6 Promille eine MPU fällig. Beim Nichtbestehen ist der Auto-Führerschein weg. Mit Unfallbeteiligung oder Ausfallerscheinungen wird es ab 0,3 Promille teuer, den Führerschein verliert man im Normalfall als Ersttäter erst ab 1,6 Promille nach nicht bestandener MPU.

Berauschende Mittel (dazu gehören: Cannabis, Heroin, Kokain, Morphin, Amphetamine, Ecstasy)
500,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
bei Eintragung von bereits einer Entscheidung 1.000,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
bei Eintragung von bereits mehreren Entscheidungen 1.500,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

Achtung:
Der Genuss von harten Drogen (auch außerhalb des Straßenverkehrs) führt im Normalfall zum Entzug der Fahrerlaubnis. Ein hoher Wert beim Cannabis-Abbauprodukt (THC-COOH) kann zum Führerscheinentzug führen, weil dies einen regelmäßen Konsum anzeigt. Wird man beim Fahren unter Drogen erwischt, droht ein Drogenscreening oder die MPU.


Straftaten
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort 7 Punkte
Davon ausgenommen können kleinere Unfälle außerhalb des fließenden Verkehrs sein, wenn kein Personenschaden und kein bedeutender Sachschaden entstanden sind und sich der verursachende Autofahrer innerhalb von 24 Stunden bei der Polizei meldet.

Straßenverkehrsgefährdung durch Führen eines Fahrzeugs bei Fahrunsicherheit infolge Alkoholgenusses, Genuss anderer berauschender Mittel, geistiger oder körperlicher Mängel 7 Punkte

Straßenverkehrsgefährdung durch grob verkehrswidrige(s) und rücksichtslose(s) Vorfahrtmissachtung, Fehlverhalten beim Überholen, Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen, zu schnelles Fahren unter anderem an unübersichtlichen Stellen, Missachtung des Rechtsfahrgebots, Wenden, Fahren entgegen der Fahrtrichtung oder versuchtes Wenden, Rückwärtsfahren, Fahren entgegen der Fahrtrichtung oder versuchtes Wenden, Fahren entgegen der Fahrtrichtung auf Autobahnen oder Kraftstraßen, Nichtkenntlichmachung haltender oder liegengebliebener Fahrzeuge 7 Punkte

Führen oder Anordnen oder Zulassen des Führens eines Kraftfahrzeuges ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbots und trotz Verwahrung, Sicherstellung oder Beschlagnahme des Führerscheins 6 Punkte

Kennzeichenmissbrauch, Gebrauch oder Gestatten des Gebrauchs unversicherter Kraftfahrzeuge oder Anhänger 6 Punkte

Unbefugter Gebrauch von Kraftfahrzeugen 5 Punkte

Nötigung, Tötung, Körperverletzung, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, unterlassene Hilfeleistung, andere Straftaten 5 Punkte


Sonstiges
An illegalem Rennen teilgenommen 400,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
Als Veranstalter: 500,- EUR

Fahrzeug in Betrieb genommen, obwohl das vorgeschriebene amtliche oder rote Kennzeichen oder Kurzkennzeichen fehlte 40,- EUR; 1 Punkt

Bei laufendem Motor ein Handy zur Benutzung in die Hand genommen 40,- EUR, 1 Punkt

Mit einem Fahrrad fahrend ein Handy zur Benutzung in die Hand genommen 25,- EUR

Mit abgefahrenen Reifen gefahren 50 / 75,- EUR; 3 Punkte

Bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen gefahren 40,- EUR, 1 Punkt
bei Behinderung 80,- EUR, 1 Punkt

Kennzeichen mit Glas, Folien oder ähnlichen Abdeckungen versehen 50,- EUR; 1 Punkt

Nebelscheinwerfer statt Abblendlicht trotz ausreichender Sicht benutzt 10,- EUR

Vorgeschriebenen Sicherheitsgurt während der Fahrt nicht angelegt 30,- EUR

Als Kfz-Führer Kind ohne jede Sicherung befördert
bei einem Kind 40,- EUR, 1 Punkt
bei mehreren Kindern 50,- EUR, 1 Punkt

Als Kfz-Führer oder als anderer Verantwortlicher bei der Beförderung eines Kindes nicht für die vorschriftsmäßige Sicherung gesorgt
bei einem Kind 30,- EUR
bei mehreren Kindern 35,- EUR

(UmweltschutzSmile Innerhalb einer Ortschaft unnütz hin- und hergefahren und dadurch einen anderen belästigt 20,- EUR

Als Unfallbeteiligter den Verkehr nicht gesichert oder bei geringfügigem Schaden nicht unverzüglich beiseite gefahren 30,- EUR, bei Sachbeschädigung 35,- EUR

Unfallspuren beseitigt, bevor die notwendigen Feststellungen getroffen worden waren 30,- EUR

Vorgeschriebenes Ausweispapier, vorgeschriebene Urkunde über eine Erlaubnis oder sonstige Bescheinigung nicht mitgeführt oder auf Verlangen nicht ausgehändigt 10,- EUR

Kraftfahrzeug, dessen Schalldämpferanlage defekt war, in Betrieb genommen 20,- EUR

Vorfahrt nicht beachtet und dadurch einen Vorfahrtsberechtigten gefährdet 50,- EUR, 3 Punkte

Missachtung des Rechtsfahrgebotes 80,- EUR, 1 Punkt

Bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen außerhalb geschlossener Ortschaften am Tage nicht mit Abblendlicht gefahren 40,- EUR, 3 Punkte

Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen gewendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung gefahren
in einer Ein- oder Ausfahrt 75,- EUR, 4 Punkte
auf der Nebenfahrbahn oder dem Seitenstreifen 130,- EUR, 4 Punkte
auf der durchgehenden Fahrbahn 200,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot

Auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen geparkt 70,- EUR, 2 Punkte

Seitenstreifen zum Zweck des schnelleren Vorwärtskommens benutzt 75,- EUR, 2 Punkte

Zeichen oder Haltegebot eines Polizeibeamten nicht befolgt 50,- EUR, 3 Punkte

Fahrtenbuch nicht ordnungsgemäß geführt, nicht ausgehändigt oder nicht für die vorgeschriebene Dauer aufbewahrt 50,- EUR, 1 Punkt

Ohne Abblendlich im Tunnel gefahren 10,- EUR
Wenden im Tunnel 40,- EUR, 1 Punkt
In der Nothaltebucht unberechtigt gehalten 20,- EUR; geparkt 25,- EUR

An einer Schranke nicht gehalten 150,- EUR, 1 Monat Fahrverbot
Eine geschlossene Schranke umfahren 700,- EUR, 3 Monate Fahrverbot


[Bild: regie.gif] Alle Angaben natürlich ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit! [Bild: vertrag.gif]
Zitieren
#2
Zitat:Bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen gefahren 40,- EUR, 1 Punkt
bei Behinderung 80,- EUR, 1 Punkt

Kleine Ergänzung:

Bei sommerlichen Verhältnissen mit Winterreifen gefahren 40,- EUR, 1 Punkt
bei Behinderung 80,- EUR, 1 Punkt


Warum wird das eigentlich so gerne verschwiege? :roll:
Die silberblaue Eingreiftruppe scheint das ja auch nicht sonderlich zu interessieren :nana:
Zitieren
#3
Erklär mir aber dazu bitte mal, wie eine Behinderung im Sommer durch Winterreifen entstehen soll?

Kommt bei 40°C im Schatten den Berg nicht hoch, weil der Reifen geschmolzen ist und der Wagen daher auf der Straße klebt? :???:
Zitieren
#4
Jay schrieb:Erklär mir aber dazu bitte mal, wie eine Behinderung im Sommer durch Winterreifen entstehen soll?

Gerne Big Grin
Die Hitze/Wärme alleine ist gar nicht so das Problem, wenn aber dann noch Nässe - oder ganz extrem, Laub und Nässe eine wunderbare Schmierseife bilden, dann passiert das, was ich oft beobachte:
Besonders Frontkratzer scharren schön auf dem Asphalt mit ihren Winterreifen und kommen schlecht voran..

Die Behinderung ist aber vor allem auch durch verunfallte Pkw mit Winterreifen im Sommer/Herbst gegeben. Wenn die sich auf der Straße querstellen bzw. irgendwo gegen- bzw. reinrauschen, dann hat man die Behinderung in Reinform :p
Das sind dann mit Vorliebe die Unfälle, die sich keiner so richtig erklären kann bzw. wo es heißt "aus ungeklärter Ursache"....

Die ganzen "ungeklärten Ursachen" sehe in bei meiner Reparaturwerkstatt in der Nachbarschaft. Grade jetzt wieder stapeln sich dort die Unfallwagen, die irgendwo von der Straße abgekommen sind oder dem Vordermann stumpf hinten raufgeknallt sind, weil sie munter am rutschen waren.
Schaue ich mir dann die Bereifung dieser Karren an, sehe ich zu 75 % Winterbereifung..... Selber schuld....
Zitieren
#5
ich dachte eigentlich immer, Winterreifen "kleben" mehr aufm warmen Teer... zumindest hab ich das mal so gelernt... :???:
Zitieren
#6
hexemone schrieb:ich dachte eigentlich immer, Winterreifen "kleben" mehr aufm warmen Teer... zumindest hab ich das mal so gelernt... :???:

Gefährlicher Irrtum :daumen:
Das trifft zu und wird angewendet bei Slicks; diese müssen aber auch 80°C Betriebstemperatur haben, um diese "Klebewirkung" zu entfalten.

Aufgrund des groben und "wabbeligen" Stollenprofils bei Winterreifen, die im Idealfall höchstens auf eine Betriebstemperatur von 40 - 60°C kommen, verlängert sich der Bremsweg schon auf trockener Straße um etliche Meter.
Kommt noch Nässe hinzu, verdoppelt sich die Anzahl dieser Meter nochmal über den Daumen.
Kommt zur Nässe noch zermahlenes Laub hinzu - was eine super Schmierseife ergibt - und hat es insbesondere längere Zeit nicht mehr geregnet, dann ist der Abflug mit Winterreifen in etwas zu schnell gefahrenen Kurven so gut wie vorprogrammiert Confusedhocked:
Zitieren
#7
Gab doch dazu mal eine Testreihe beim ADAC. Die Medien verdummen die Autofahrer noch dazu. Es heißt immer Winterreifenpflicht, bla bla. Die gibt es nicht, es heißt nur in der STVO § 2 Absatz 3a
" Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, die die in Anhang II Nummer 2.2 der Richtlinie 92/23/EWG des Rates vom 31. März 1992 über Reifen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern und über ihre Montage (ABl. L 129 vom 14.5.1992, S. 95), die zuletzt durch die Richtlinie 2005/11/EG (ABl. L 46 vom 17.2.2005, S. 42) geändert worden ist, beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen). Kraftfahrzeuge der Klassen M2, M3, N2 und N3 im Sinne der Anlage XXIX der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung in der Fassung vom 26. April 2012 (BGBl. I S. 679) dürfen bei solchen Wetterverhältnissen auch gefahren werden, wenn nur an den Rädern der Antriebsachsen M+S-Reifen angebracht sind. Satz 1 gilt nicht für Nutzfahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft sowie für Einsatzfahrzeuge der in § 35 Absatz 1 genannten Organisationen, soweit für diese Fahrzeuge bauartbedingt keine M+S-Reifen verfügbar sind. Wer ein kennzeichnungspflichtiges Fahrzeug mit gefährlichen Gütern führt, muss bei einer Sichtweite unter 50 m, bei Schneeglätte oder Glatteis jede Gefährdung Anderer ausschließen und wenn nötig den nächsten geeigneten Platz zum Parken aufsuchen."

Im Klartext heißt das, daß die Reifen die Kennung M§S haben muß, was teilweise auch schnöde Sommerreifen aus Fernodst aufweisen.

Der Passus lautete bis vor kurzen noch "dem wetter angepasste Bereifung"
Zitieren
#8
Aber dann dürfen die einem doch nicht eine Verwarnung ausstellen, wenns nicht grad Schnee und Eis auffer Strasse hat, wenn man noch Sommerreifen drauf hat...

:fies:
Zitieren
#9
hexemone schrieb:Aber dann dürfen die einem doch nicht eine Verwarnung ausstellen, wenns nicht grad Schnee und Eis auffer Strasse hat, wenn man noch Sommerreifen drauf hat...

:fies:


JAAAAAAAA, die Kandidatin hat 100 Punkte!!... :bparty: Wink
Genauso sieht`s aus - das predige und praktiziere ich (und Burkhard übrigens auch) seit Jahren... Aber es scheint wie ein kleiner Kampf gegen Windmühlen, den die kollektive Volksverdummung (sprich "Werbung") gewonnen hat :boah:

Es gibt keine Winterreifenpflicht!
Es gibt lediglich die Verpflichtung, den Straßenverhältnissen entsprechend angepasste Bereifung zu fahren.
Abgesehen vom letzten Winter (der ja für hiesige Verhältnisse mal ein Winter war) hatte ich so auch noch nie "Winterreifen" verwendet, weil ich mir den Luxus gönnen konnte, bei entsprechenden Fahrbahnverhältnissen nicht fahren zu müssen.
Somit fuhr ich immer mit "Sommerreifen" - und das war durchaus Gesetzeskonform; auch wenn ich mir des öfteren nervige Labereien von Kollegen etc. anhören durfte... :irre:

Tatsächlich ist hingegen sogar oft (zumindest hier im Norden) die "Winterbereifung" in der Winterzeit die verkehrte Bereifung.
Will man sich streng penibel an die Gesetzesvorgabe halten, bräuchte man Felgen mit Schnellspanner, damit man regelmäßig korrekt hin und her wechseln kann Big Grin
Zitieren
#10
Jup, teoretisch muß man immer mit oben genannten Wettereigenschaften rechnen.
Und das gilt auch nur für den befahrbaren Teil des Verkehrsraumes. Heißt ist der Grünstreifen weiß und die Strasse frei und nur naß, darf auch ohne M&S gefahren werden. Erst wenn oben genannte Eigenschaften auf der Fahrbahn sind, muß mit M&S gefahren werden.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste